Roadtrip
März / April 2026

Der Ayers Rock verreist nach Dänemark

Es ist wieder an der Zeit, wir haben uns in einen Campervan gesetzt und sind heute um die Mittagszeit in Richtung Norden losgefahren.

Diesmal haben wir den Luxus, dass wir keinen Camper mieten müssen, sondern den nagelneuen Hymer Ayers Rock von Stéphis Eltern nutzen dürfen. Natürlich ein massiv kompakteres Modell, als der Forster QB 745, den wir letztes Jahr für unsere Europareise gefahren sind, für zwei Wochen allerdings das perfekte Gerät.

Man findet so gut wie überall Platz, da der Wagen nur 5.4m lang ist und hat trotzdem alles dabei, was man für zwei Wochen Campingurlaub braucht:
Ein grosses Bett unterhalb des Hubdaches, eine kleine Küche, Toilette & Dusche und genügend Stauraum für alles, was man so mitnimmt.

Des Weiteren sind wir mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und dem Stromwandler von 12V auf 230V, sowie einer kombinierten Strom-Diesel-Heizung quasi für jede Situation gewappnet und weder auf Elektrizität noch sonst irgendwelche Annemlichkeiten angewiesen, wir haben es einfach dabei.

Das einzige was uns jetzt noch bremsen kann, ist der doch etwas schmerzhafte Dieselpreis momentan. Ausgerechnet in den Ländern die wir bereisen ist dieser seit dem Kriegsausbruch im Iran sprichwörtlich explodiert... wir hoffen, dass sich dies einigermassen beruhigt.

Unsere erste Etappe umfasste vor allem eines: Schweizer Autobahn... juhu...

Wir haben mal wieder festgestellt, dass man hierzulande auch am Wochenende gut und gerne mal mit durchschnittlich 30km/h von Baustelle zu Baustelle fahren kann... juhu again...

Immerhin konnten wir gerade eine Flugmaschine beim Abflug vom Flughafen Zürich (CH) festhalten, viel mehr hatte die Fahrt leider nicht zu bieten. Heute war also definitiv nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel war das Ziel. 

Angekommen in der Gemeinde Stockach (D) werden wir unsere erste Nacht verbringen. Hier reiht sich ein Hirschgehege ans Nächste, wir sind auf einem Stellplatz der hiesigen Zucht und geniessen die absolute Ruhe und den Anblick der Dam- und Rothirsche.

Das einzige was man hier hören kann ist das Gezwitscher der Vögel und das gelegentliche Bellen des Hofhundes.

Wir haben uns natürlich bereits am "Hoflädeli" mit der hier hergestellten Wurst und einigen Getränken eingedeckt. Auch wenn der Begriff Wurst für mich eher selten was mit einer Weissblechdose zu tun hat... wir sind gespannt, wie es schmeckt.

Zum Abendbrot gab es eine einfache Mischpfanne aus Kartoffeln, Schweinebratwurst und Zwiebeln. Anschliessend lernten wir das liebe und sehr anhängliche Hof-Kätzchen kennen.

Das Wetter: Relativ kühl, halbwegs trocken aber ziemlich bewölkt. Jedoch sind wir mit unserem Van bestens gerüstet und freuen uns auf die erste Nacht mitten im Nirgendwo, in der Nähe des Bodensees.

21.03.2026 | 17:30 Uhr

Ein Miau zum Grusse!

Nach einer kühlen Nacht im Dachzelt und etwas unruhigem Schlaf machten wir uns heute Morgen an das erste Frühstück im Van und anschliessend an den Abwasch.

Fast haben wir den "Brösmeli-Kafi" schon vermisst... naja nicht wirklich, aber das gehört beim Vanlife halt einfach dazu und mal ehrlich, der erste Kaffee am Morgen muss nicht schmecken, der muss wirken... und es gibt durchaus schlimmeres.

Als wir uns anschliessend noch etwas auf dem Hof und der Hirschzucht umsahen, begegneten wir wieder der jungen Hofkatze von gestern, heute sogar mit Familie.
Würde ich alle Bilder hochladen, die vor allem Stéphi heute gemacht hat, wäre der Blog zu 98% mit Katzenfotos gefüllt. Ich habe versucht, die besten rauszupicken.

Nach der Verabschiedung der kleinen Raubtierchen ging es heute weiter nordwärts. Unser Ziel war ein Campingplatz, dessen Namen kaum besser passen könnte: Katzenkopf

Vom Bodensee einmal quer durch ganz Baden-Württemberg bis ins Fränkische Bayern fuhren wir heute den grössten Teil auf einer wunderbar LKW-freien Autobahn.

Nach Stuttgart (D), der Landeshauptstadt Baden-Württembergs, erinnerte uns die A81 zeitweise an die Ungarischen Feldwege oder die Litauischen Nebenstrassen im letzten Frühjahr, soooo gut war die Qualität des Strassenbelags... Allerdings konnte uns das keineswegs die Stimmung vermiesen, eher begannen wir wieder in wunderbaren Erinnerungen der vergangenen Europareise zu schwelgen.

Wir haben übrigens ein neues Spiel für uns entdeckt: Welche Schweizer Kantone finden wir auf unserem Weg quer durch Deutschland auf den Kennzeichen?! Gestern waren das von 26 Kantonen immerhin 22 Stück, alle bis auf die Kantone Tessin, Jura, Obwalden und Glarus waren vertreten. Klar wir waren zum Grossteil im Heimatland unterwegs und doch erstaunte uns das doch einigermassen.

Heute haben wir doch immerhin noch die Kantone Bern, Zürich, Zug, St. Gallen, Thurgau, Aargau und Schaffhausen gesichtet. Mal sehen wie weit nordwärts wir fahren müssen, um den Tag ohne Schweizer Sichtung zu beenden. 

Den obligatorischen Niederländischen Wagen - bekanntlich hätten alle Niederländer gar nicht in ihrem Land Platz, deshalb fahren die ja überall herum - haben wir natürlich sowohl gestern, wie auch heute abhaken können. 😉 

Ein mini Geschichtsexkurse am Rande:

Wir passierten heute die Stadt Rottweil (D), die älteste Stadt Baden-Württembergs. Im Jahre 73 n. Chr. von den Römern unter Kaiser Vespasian im Zuge des Baus der römischen Kinzigtalstrasse gegründet, gewann diese Stadt im Jahre 1463 auch für die alte Schweizer Eidgenossenschaft an Bedeutung. 

Damals schloss man nämlich mit den Kantonen Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern ein befristetes Bündnis und kämpfte 1476 in der Schlacht bei Murten (CH) auf der Seite der Eidgenossen gegen die Burgunder unter Karl dem Kühnen. 

1519 wurde dieses Bündnis auf dem Rottweiler (D) Hauptstrassenkreuz unter Anwesenheit aller Schweizer Bündnispartner unbefristet verlängert.

Die Abtei Münsterschwarzach in Schwarzach (D) auf dem Bild links hat zwar nichts mit Rottweil oder der alten Schweizer Eidgenossenschaft am Hut, wurde aber im Jahre 780 n. Chr. gegründet und passt somit doch ganz gut in diesen kleinen Exkurs in die Vergangenheit.

Sie liegt rund 23km östlich von Würzburg (D) und ist eines der wichtigsten Klöster der Benediktiner in ganz Deutschland.

Unser heutiges Nachtlager haben wir in der Gemeinde Sommerach (D) aufgeschlagen. Witzig, denn das nächstgelegene Dorf gestern hiess Winterspüren (D).

Direkt am Main - dem mit 527km längsten rechten Nebenfluss des Rheins - gelegen verbringen wir die Nacht auf einem hübschen, ruhigen Campingplatz.

Der Gasgrill ist bereit, das Tischchen und die Stühle stehen in der Sonne. Auch wenn durch den Wind, das draussen sitzen schon eher was für gut eingepackte Leute ist, versuchen wir das heute mal.

Das Plantschen in der direkt zwischen Fluss und Camping liegenden Badebucht lassen wir aber für heute bleiben. Mit etwas mehr als 9°C Wassertemperatur wäre das für uns dann doch etwas zu kühl.

22.03.2026 | 16:15 Uhr


 

Eine Reise in die Vergangenheit...

Heute ging unsere Reise weiter über die damalige Innerdeutsche Grenze in die ehemalige DDR, quer durch Thüringen mit einem Halt in der Landeshauptstadt Erfurt (D) bis nach Sachsen-Anhalt.


Der Tag schickte uns nicht nur einmal in die Vergangenheit, klar die Altstadt Erfurts (D) und insbesondere deren Dom liess uns direkt das Mittelalter fühlen, aber auch der weitere Weg durch die ehemalige DDR fühlte sich teilweise nicht wie die Gegenwart an.

Dicke Gas-Pipelines, wie man sie sonst aus den Russischen Städten kennt prägten das Bild. Aber auch die Qualität der Strassen empfanden wir oftmals als nicht ganz zeitgemäss. Man merkt einfach, dass sich die Welt hier noch etwas langsamer dreht als im übrigen Deutschland. Da hilft auch das Motto auf dem Strassenschild eher wenig Abhilfe: "Sachsen-Anhalt #moderndenken"

Nichtsdestotrotz, wir sind in der Nähe von Halle (Saale) (D) angekommen und haben den bisher wohl gemütlichsten Campingplatz der Tour erreicht. 

Nach guten zwei Stunden Fahrt erreichten wir heute also Erfurt (D). Da ein guter Freund von uns hier mal studiert und gelebt hat, haben wir ihn im Vorfeld gefragt, was es hier denn so zu entdecken gibt.

Also suchten wir nach einem Parkplatz, schlossen den Wagen ab und machten uns zu Fuss auf, die Altstadt zu erkunden. Stéphi kannte jene schon aus früheren Besuchen, für mich war es komplett neu und dafür dass ich absolut kein Stadtmensch bin, muss ich zugeben, dieser Ort hat schon was.

Nach einem Spaziergang durch die engen Gassen erreichten wir die Hohe Domkirche St. Marien zu Erfurt, direkt neben der gotischen Severikirche. Zwei majestätische Bauten, welche auch durch den auf dem Domplatz stattfindenden Aufbau der Fahrgeschäfte für die Kirmes nächste Woche keinen Deut ihrer Monumentalität verlieren.

Hier im Erfurter Dom, der auf das 8. Jahrhundert zurückgeht, wurde übrigens Martin Luther, zum Priester geweiht. Ja dieser Martin Luther der als theologischer Urheber der Reformation gilt. 

Die Orgel im Innern des Doms ist gigantisch und der Kirchenchor mit aufwändigen Holzschnitzerein und jeder Menge vergoldeten Statuetten und Ornamenten ausgestattet.

Selbst für nicht gläubige Menschen wie uns ist dies immer wieder ein beeindruckender Anblick und die Macht der Kirche im Mittelalter wird einem immer wieder vor Augen geführt. 

Nach dem Besuch in diesem uralten Gotteshaus ging es für uns weiter zu der - aus meiner Sicht - wichtigsten Empfehlung unseres Freundes: Dem ältesten Wirtshaus der Stadt.

Nach einem überaus üppigen und schmackhaften Mahl im Wirtshaus Christoffel ging es für uns weiter in Richtung Sachsen-Anhalt und somit auch zu unserem ersten Tank-Stopp. 

Ich habe noch selten so leer geschluckt, als der Diesel in den Tank lief und lief und lief und die Anzeige stieg und stieg und stieg und bei 190.00 €  endlich zum Stehen kam... Autsch. 

Immerhin reicht eine solche Tankfüllung für rund 900km und dafür war das Einkaufen im EDEKA, sowie das Mittagessen in Erfurt (D) doch einiges günstiger als in der Heimat.

Wir fuhren durch schier endlose Windparks - auch eine Sache die der Schweizer nicht kennt - und entdeckten auf unserer Fahrt diverse riesige Geröllhaufen..
 

Nach kurzer Nachforschung wurde bestätigt, was wir bereits vermuteten. Diese riesigen Schachthalden wachsen seit Jahrzehnten durch den Abbau von Braunkohle, besonders im Süden Sachsen-Anhalts. Sie dienen als Ablageort für Gestein, Abraum oder Schlacke und sind gigantisch. 

Etwas südlich von unserem heutigen Stellplatz befindet sich der Braunkohletagebau Amsdorf (D). Hier werden voraussichtlich noch bis ins Jahr 2035 jährlich rund 500'000 Tonnen bitumenhaltige Braunkohle abgebaut. Daraus resultieren rund 5'000'000 Tonnen Abraum, welche dann auf weiteren solchen Schachthalden landen werden.

Unglaublich beeindruckend, wenn auch alles andere als schön mit an zu sehen. Immerhin bieten solche Geröllhalden einen tollen Lebensraum für Eidechsen und allerlei anderes Kleinvieh.

Wir sind heute am nördlichen Ufer des Süssen Sees stationiert. Von unserem Stellplatz aus können wir direkt auf einen kleinen Steg steigen und in Richtung Osten Schloss Seeburg (D) erblicken.

Bald geht die Sonne unter und ich wette, das wird in einigen Minuten richtig gut aussehen hier. Während die Enten schnattern, die Frösche quaken und ein mir unbekannter Vogel Geräusche macht wie ein kleiner Hammer auf einem noch kleineren Amboss können wir draussen sitzen und gemütlich diese Zeilen schreiben.

Allerdings wird es doch langsam kühler, gut dass wir immernoch genug satt vom Mittagessen sind und somit wohl eher ein bescheideneres Abendbrot zu uns nehmen werden...

23.03.2026 | 18:15 Uhr


Die Schweizer in der Altmark

Den gestrigen Tag konnten wir wie vermutet mit einem wundervollen Sonnenuntergang verabschieden und kriegten dabei sogar noch Besuch von einem Entenpaar.

Wir haben in der Nacht dieses mal das untere Bett ausprobiert, welches man durch einen relativ leichten Umbau hinten im Van nutzen kann. Im Dachzelt war es vor allem Stéphi dann doch etwas zu kühl.

Der Nachteil bei dieser Methode: Ausgewachsene Menschen über 1.80m fühlen sich dezent eingeengt. Es gilt also zukünftig zu entscheiden: Kühl oder Eng? Alles kann man nicht haben.😉

Die erste Stunde der heutigen Fahrt sind wir ziemlich herumgeirrt, eine Autobahnauffahrt wurde frecherweise ohne dem Navi Bescheid zu geben restlos weggebaggert.

Die Umleitungs-Ausschilderung war bescheiden bis gar nicht vorhanden, eigentlich total untypisch Deutsch und so kamen wir zu einer unfreiwilligen Stadtrundfahrt durch Halle (Saale) (D).

Kurzfassung: Definitiv einer der am wenigsten sehenswürdigsten Orte, an denen wir je waren und am besten hat uns das blaue Schild mit der Aufschrift A14 Richtung Magdeburg gefallen. 

Als wir dann nach rund einer Stunde doch noch auf der Richtigen Autobahn gelandet sind, gelangten wir schnell nordwärts. An Magdeburg (D) vorbei bis kurz vor Salzwedel (D) ging die heutige Reise.

Hier in der Altmark, dieser altehrwürdigen Kulturlandschaft im Norden Sachsen-Anhalts haben wir in gefühlt am Ende der Welt einen Stellplatz gefunden.

Die Landschaft ist geprägt von uralten Naturstein-Kirchen, wunderschönen Fachwerkhäusern, reizvollen Schlösschen, viel Wald und noch mehr Flachheit.

Mit nicht einmal 160m.ü.M. (für die Deutschen unter euch m.ü.NHN) ist der Langer Berg die höchste Erhebung der Region. Als kleiner Vergleich, der niedrigste Punkt der Schweiz ist der Langensee  / Lago Maggiore auf 193m. ü. M.

Unser Stellplatz befindet sich auf einem alten Gutshof am Ende eines Dörfleins, welches aus einer Hand voll Wohnhäusern, einer kleinen Kirche und eben dem Hof besteht. 

Auf dem Bild rechts stehen wir am Hof ganz hinten im Dorf. Das Haus links oberhalb des Autos ist auch schon das Gebäude am Dorfeingang. 

Das Kopfsteinpflaster rechts stellt im Übrigen die Strasse dar, die neueren Steine links bilden den Gehsteig. 

Bei der Anfahrt waren wir uns da noch nicht ganz so sicher, der Gehsteig erwies sich aber als mit dem Van deutlich angenehmer zu befahren... upsii

In der Kirche finden im Übrigen immer noch jeden Sonntag Gottesdienste statt. Dies ist doch einigermassen erstaunlich bei knapp zwei Dutzend Einwohner.

Hier beim Hof, auf dem wir die Nacht verbringen werden, gibt es Pferde, Ponys, Alpakas, Ziegen, Hühner, Kühe, Schottische Hochlandrinder, Katzen, Hofhund und Herdenschutzhunde.

Letztere erinnern mich zwar eher an bellende, sehr flauschige Eisbären, rein was die Ausmasse betrifft, aber grade für Tierliebhaberin Stéphi ist das hier ein absolutes Paradies.

Vorhin haben wir noch einen kleinen Spaziergang im Wald gemacht und uns etwas umgesehen. Es ist echt beeindruckend, welcher Anblick hier die Landschaft bereithält: Nichts... also so wirklich nichts... Flaches, teilweise bewaldetes Land. Keine Landwirtschaft, keine Zivilisation.

Die absolute Ruhe, Natur pur und dazu ein Haufen nichts.

24.03.2026 | 17:15 Uhr

Moin!

...das reicht als Begrüßung völlig aus!
„Moin Moin“ ist laut norddeutscher Mentalität schon „Gesabbel“
 

Unsere heutige Fahrt ging von der Altmark im Norden Sachsen-Anhalts über die Niedersächsische Spargelstrasse durch den nördlichsten Teil der Lüneburger Heide quer durch Hamburg (D) bis an die Nordsee nach Schleswig-Holstein.

Gefühlt in jedem kleinen Dorf gab es mindestens eine Ziegelei, eine ehemalige Ziegelei oder eine Strasse zur Ziegelei. Das erklärt wohl auch, wieso hier im Norden Deutschlands so viele Häuser aus diesen charakteristischen dunkelroten Steinen erbaut wurden.

Ausserdem fuhren wir heute an einer Krieger-Gedenkstätte der Göhrde-Schlacht vorbei. Das Gebiet südöstlich von Lüneburg (D) gehörte zum Kurfürstentum Hannover und wurde 1803 unter Französische Kontrolle gestellt.

Am 16. September 1813 fand die Schlacht an der Göhrde statt. Eine Koalition aus preussischen und russischen Truppen, dazu kam das Lützowsche Freikorps, Briten und Hannoveraner, Mecklenburger und Schwedische Soldaten. Insgesamt hatten diese Alliierten fast eine vierfache Anzahl an Männern, waren aber offenbar sehr unkoordiniert. Schlussendlich gelang es aber doch noch die Franzosen zu besiegen und das Gebiet allmählich wieder zurück zu erobern.

Während der Fahrt durch Niedersachsen konnten wir wieder etwas Zivilisation erleben und nach rund einer Stunde Fahrt auf Landstrassen erreichten wir die A7 in Richtung Hamburg (D).

Diese Autobahn führt einmal quer durch einen der grössten Häfen der Welt und anschliessend per Elbtunnel  im Westen der Grossstadt gen Norden nach Schleswig-Holstein.

Wir haben bereits im letzten Jahr die ganzen Krananlagen des Hamburger Hafens  von Weitem betrachten können, als wir in umgekehrter Richtung diese Stelle passierten. 


Es ist einfach immer wieder beeindruckend und auch etwas beängstigend, wie viel Kram die Menschheit doch in der Weltgeschichte umherschifft.

Das Wetter hätte typischer übrigens nicht sein können. Regen - teilweise sehr viel Regen -, Wind - teilweise sehr viel Wind - und oftmals noch mehr Wind als sehr viel Wind.

Oder wie der Norddeutsche trocken sagen würde:
 "Schietwedder fängt erst bei Windstärke 12 an."

oder "Regen ist erst, wenn die Heringe auf Augenhöhe vorbeischwimmen."  oooder "Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben."

Für uns Schweizer fühlt es sich schon ein wenig nach Schietwedder an...

Hier zwischen Büsum (D) und Friedrichskoog (D) an der Nordsee angekommen brauchen wir nach dem Duschen auf jeden Fall keinen Haarföhn, ein kurzes nach Draussen treten reicht völlig aus und das Dachzelt bleibt heute definitiv drin.

Vor der Ankunft haben wir uns noch die Wasserschutzeinrichtung von Meldorf angesehen. Eine Schleuse gleicht den Tidenhub zwischen Ebbe und Flut aus und soll den Hafen vor dem Blanken Hans - also der tobsüchtigen Nordsee während einer Sturmflut - schützen. Da der Hafen hinter dem Seedeich im Speicherkoog  liegt, ermöglicht die Schleuse Schiffen den Zugang zur Meldorfer Bucht, während sie gleichzeitig die Deichlinie bei hohem Wasserstand sicher verschließt.

Speicherkoog?  Kurz erklärt: Das Rückhaltebecken zwischen dem Seedeich an der Küste und dem zweiten Damm, einige 100 Meter weiter Landeinwärts vor der eigentlichen Zivilisation. 

Der kurze Spaziergang auf dem Hauptdamm, also dem Seedeich war schön, auch wenn ich etwas Angst hatte, dass Stéphi mir davonfliegt.

Unser heutiger Stellplatz ist mal wieder eine wahre Perle. Eigentlich noch gar nicht richtig geöffnet empfing uns der ältere Herr hier trotzdem sehr herzlich und zeigte uns alles.

Wir sind alleine hier, neben uns ein altes Landhaus. Dazu eine tolle Aussenanlage und sogar einen Aufenthaltsraum mit Billardtisch, Kicker und Kaffeemaschine! 😍

Das alles gibt es hier für schlanke 16 Euro pro Nacht inkl. Strom, WC & Dusche, Entsorgung, Frisch- & Abwasser...

Der bisher günstigste Platz war letztes Jahr in Polen an der Litauischen Grenze auf einem Bauernhof ohne Strom, mit kalter Dusche: Umgerechnet ebenfalls 16 Euro.

25.03.2026 | 16:45 Uhr

Velkommen til Danmark!

Willkommen im Land, dessen höchster Punkt niedriger ist, als der niedrigste Punkt der Schweiz.

Nein, ich spreche nicht von den Niederlanden, sondern von Dänemark. Mit gerade mal 169.9m.ü.M ist der Møllehøj  in Ostjütland, also im Osten des dänischen Festlandes, die höchste Erhebung im gesamten Land.

Wir erreichten heute nach rund drei Fahrstunden jedoch den Westen Dänemarks und bleiben somit weiterhin fürs Erste an der Nordsee.

Hier auf dem uns bereits von der Europareise bekannten Campingplatz werden wir voraussichtlich zwei Nächte verbringen, da uns dieser schon im letzten Jahr in sehr schöner Erinnerung geblieben ist.

Die Fahrt durch den Rest Schleswig-Holsteins war heute geprägt von Wind und dem Wechsel von Sonnenschein und Regen.

Eine Sache prägt hier die Landschaft ganz besonders: Hunderte und aberhunderte von Windkraftwerken.

Fast 9.6 Gigawatt, genug Leistung um beinahe die halbe Schweiz mit Strom zu versorgen - Bis 2030 sollen es rund 16 Gigawatt werden - wurden hier bisher aufgestellt. 

Am 31. Dezember 2025 standen 3'316 Windräder in dem vergleichsweise relativ kleinen Bundesland, Platz zwei in ganz Deutschland. Die Offshore-Anlagen - also die Windräder auf offener See - sind hierbei nicht eingerechnet.

Betreffend "Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben." können wir sagen: Die Schafe hatten gestern und heute noch Locken.

Den blökenden Wollknäueln scheint das raue Klima nichts auszumachen und so grasen sie oftmals ziemlich frei lebend auf oder neben den Deichen.

Die rund 196'000 Tiere alleine in Schleswig-Holstein  - ungefähr die Einwohnerzahl der zweitgrössten Stadt der Schweiz, Genf - sind nämlich ein essenzieller Bestandteil des Hochwasserschutzes, da sie für eine natürliche Pflege der Deiche sorgen.

Unsere Reise ging aber heute weiter in unser eigentliches Zielland: Dänemark. Es folgt wie oft ein kleiner Vergleich...

Dänemark

Hauptstadt: Kopenhagen
Fläche: 43.098 km²
Einwohner:  5.73 Mio.
BIP / Person: 47.985 USD (Rang 11 in Europa)
Währung: Dänische Kronen (DKK)
Nationalgericht: Stegt flæsk med persillesauce 

(Schweinebauch mit Petersiliensoße und Kartoffeln)

Schweiz

Hauptstadt: Bern
Fläche:  41.285 km² 
Einwohner: 8.47 Mio
BIP / Person: 59.561 USD (Rang 4 in Europa)
Währung: Schweizer Franken (CHF)
Nationalgericht: Käsefondue, Raclette und Rösti
(Bedarf glaube ich keiner Erklärung)

Die Bilder habe ich mit Chat-GPT erstellen lassen mit dem Prompt: 
"Erstelle mir ein quadratisches Bild mit allen Dingen, die typisch sind für Dänemark / die Schweiz" ... ganz witzig, was da so rauskommt! 😅 

Wir sind also in Dänemark angekommen, doch auf der von Chat-GPT zusammengebastelten Collage fehlt für mich eine ziemlich essentielle Sache: Die Wikinger.

Letztes Jahr haben wir in Ribe (DK) ein Wikingermuseum besucht und momentan machen wir uns nebenbei ein wenig schlau, wohin der kleine Tagesausflug morgen gehen soll.

Unseren Stellplatz direkt hinter den sandigen Dünen an der Nordsee werden wir nämlich erst am Samstag wieder verlassen, um uns noch andere Teile des Landes anzuschauen.

Bis dahin geniessen wir die kühle, windige und raue Gegend, legen die Beine hoch oder vertreten uns jene an diesem atemberaubenden Fleckchen Erde...

26.03.2026 | 17:05 Uhr

Flanieren am Atlantikwall...

Wir haben gerade einen ausgiebigen Spaziergang über den Autostrand und die Dünen an der Dänischen Nordsee hinter uns. Das war zum Einen sehr erholsam, da der Wind heute etwas weniger stark weht, dafür die Sonne umso kräftiger scheint.

Zum Anderen taucht man mit der Wanderung durch die Dünen in die Geschichte von vor rund 85 Jahren ein. Als Dänemark im zweiten Weltkrieg von Nazideutschland besetzt war, planten die Deutschen mit dem Atlantikwall ein regelrecht monströses Bauvorhaben.

Ein Gürtel von Bollwerken und Verteidigungsstellungen von Norwegen bis nach Spanien sollte das Deutsche Reich vor einer Invasion der alliierten Truppen vom Meer aus schützen.

Das genau das nicht zu 100% funktionieren konnte, wurde spätestens am D-Day, dem 6. Juni 1944 an den Stränden der Normandie klar, als rund 130'000 US-Amerikaner, Kanadier und Briten die grösste Amphibische Militär-Operation (Operation Overlord) der Geschichte startet und Europa von Frankreich her aus den Fängen der Nazis zu befreien begannen.

Hier an der Westküste Dänemarks steht noch heute hinter jeder zweiten oder dritten Düne ein Teil dieses Atlantikwalls, kleine Stahlbetonbunker aus der Zeit zwischen 1942 und 1944. Wenige von Ihnen stehen noch an ihrer ursprünglichen Position, viele wurden durch die Jahrzehnte, den Wind und die unbeständige Dünenlandschaft verschoben, zerstört oder einfach unter dem Sand begraben.

Heute dienen Sie teilweise als Mahnmal oder Gedenkstätte. Andernorts wurden grössere Anlagen zu Museen umfunktioniert. Hier stehen sie einfach nur da. Als schweigende Zeitzeugen dienen sie als Leinwand für Graffiti-Künstler oder ermöglichen es uns, uns hinzusetzen und uns etwas umzusehen...

27.03.2026 | 13:00 Uhr

Jüngstes Dorf & kühles Hawaii

Heute ging es das letzte mal in Richtung Norden und wir fuhren an der Nordseeküste Dänemarks entlang.


Dabei durchquerten wir den jüngsten Ort des Landes: Hvide Sande (DK). Erst 1931 gegründet entstand dieses Fischerdorf als der Hvide-Sande-Kanal fertiggestellt wurde. Dieser verbindet den Ringkøbingfjord mit der Nordsee.

Viele Männer, in dem damals wirtschaftlich schwach dastehenden Land, hatten grosse Hoffnung in die Fischerei und die neue Siedlung. Damit wuchs ebenjene schnell auf heute fast 3'000 Einwohner an.

Seit dem 17. Jahrhundert drohte der Fjord zu einem Binnengewässer zu werden, da die beiden Dünenstreifen im Norden / Süden immer mehr zusammenwuchsen.

Erste Versuche einen kleinen Kanal zu erbauen wurden wortwörtlich weggespült. Erst als die heutige Doppelschleuse gebaut wurden, konnte die Nordsee bezwungen und der Fjord gerettet werden.

Eine der beiden Schleusen dient den Fischerbooten zum Ein- und Ausfahren, die andere regelt den Pegel und den Salzgehalt im Fjord.

Die Strassen in Hvide Sande (DK) sind übrigens oftmals nach vor der hiesigen Küsten gesunkenen Schiffen benannt. Beispielsweise die Dakota aus Bremerhaven (D), welche 1881 mit 22 Crewmitgliedern auf ihrem Weg von Hamburg (D) nach Oslo (N) hier sank.

Dieses Wissen haben wir aus dem Fiskeriets Hus, einem Museum über die Entstehung dieses Ortes, der Schleusen & Hafenanlage und im Allgemeinen über die Fischerei.

Hier durften wir auch eine originalgetreue Mannschaftskabine betreten. Ja, die eckigen Fensterchen hinter der Sitzbank sind die Eingänge zu den Betten, diese waren in Fischerbooten des 19. Jahrhunderts etwa 1.70m lang und 50cm breit... ich beklage mich nie wieder über zu wenig Platz im Van.

Weiter unten bei den anderen Bildern seht ihr dann noch mehr Fotos der Kabinen und vor allem auch vom Steuerraum des Kapitäns eines Kutters aus der gleichen Zeit.

Unser zweiter Zwischenstopp war einige Kilometer weiter eine ganz besondere Attraktion: Der Leuchtturm Lyngvig.


Im Jahr 1906  wurde er drei Jahre nach der Strandung des Dampfschiffs Avona  auf einer 17m hohen Düne errichtet. Bei dem Schiffsunglück kamen 24 Seeleute ums Leben.

Es geht hoch hinaus...

Der Lyngvig Leuchtturm misst stolze 38m. Er ist damit zwar nicht der höchste Leuchtturm des Landes, dafür aber der neuste. Bis 1965 -also über 60 Jahre lang - wurde das Lichtsignal per Hand von einem Wärter an- bzw. ausgeschaltet.

Zugegeben, der Aufstieg ist definitiv nicht jedermanns Sache, aber für die Aussicht haben sich die 228 sehr nassen und teilweise einigermassen rutschigen Treppenstufen gelohnt... einfach nicht zu viel nachdenken, dann geht das...

Das "Allerschlimmste" war aber nicht der Aufstieg selbst, sondern die Ausstiegsluke auf die Plattform ganz oben. Diese kleine Tür ist etwa 80cm hoch und 50cm breit und man landet oben auf den Knien direkt am Geländer, wo es dann gute 35m runter geht.

Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend. Da das Land so Flach ist sieht man bei gutem Wetter sowohl weit ins Innere, als auch auf die offene Nordsee hinaus. Auch hier gilt für nicht schwindelfreie Leute: Lieber nicht zu sehr nach unten blicken. 

Wir sind nun auf unserem letzten Nordsee-Stellplatz angekommen. Der Campingplatz hier ist zwar ziemlich gross, jedoch hat jedes Fahrzeug seine eigene kleine Parzelle, umgeben von vielen Bäumen und Sträuchern und somit fühlt sich alles sehr klein und gemütlich an.

Nach einem Spaziergang am Strand haben wir auch hier sehr viele alte Bunkeranlagen vom Atlantikwall entdeckt, hierbei handelt es sich aber nicht um einfache MG-Nester wie gestern, sondern oftmals um Stützpunkte für Flugabwehrkanonen.

Der Wellengang ist hier deutlich höher als noch weiter im Süden, deshalb wird das Gebiet auch Cold Hawaii genannt. Selbst bei diesen doch ziemlich niedrigen Temperaturen, haben wir schon den ein oder anderen Surfer erblicken können.

28.03.2026 | 17:50 Uhr

Der Wendepunkt der Reise

Heute ging unsere Fahrt wieder in Richtung Süden. Über zwei Brücken querten wir den Limfjord und erreichten wieder Jütland, also das Festland.

Wenn man auf der Landkarte nämlich genau hinschaut, sind diese vermeintlich grossen Seen im Nordwesten Dänemarks eben keine Seen, sondern bilden ein rund 1500km² grosses zusammenhängendes Gewässer, welches im Westen durch die Nordsee und im Osten durch den Kattegat gespiesen wird.

Somit werden diese Seen zu einem gigantischen Fjord, eben dem Limfjord und trennen Jütland  im Süden von der Insel Vendsyssel-Thy  im Norden.

Wir passierten heute zudem Christiansfeld (DK). Der Ort gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde 1773 von den damals für ihr Handwerk berühmten Holländern gebaut. Diese wurden von König Christian VII. nach Dänemark eingeladen, nachdem er selbst in den Niederlanden war und sich von deren Baukünsten beeindrucken liess.

Die Brüdergemeinde Christiansfeld  ist noch heute eine evangelische Freigemeinde und Teil einer weltweiten Bruderschaft mit Städten und Gemeinden in vielen Ländern.  Viele dieser Städte sind genau wie Christiansfeld (DK) aufgebaut, sie gilt aber als die am schönsten erhaltene alte Brüderstadt Europas, denn der Stadtplan aus dem 18. Jahrhundert ist bis heute vorhanden und wird strengstens eingehalten.

Zum Schluss einige "Fun-Facts", die uns in den letzten Tagen hier in Dänemark aufgefallen sind.

Gefühlt in jedem noch so kleinen Dörflein gibt es einen loppemarked, also einen Flohmarkt. Selbst hier auf unserem heutigen Stellplatz gibt es einen kleinen Raum, wo man Gebrauchtwaren erwerben kann.

Diesel kostet in Dänemark fast überall fast genau gleich viel. Während wir in Sachsen für 2.40€ und in Schleswig-Holstein für unter 2.20€  pro Liter getankt haben, kostet dieser hier fast überall 17.49 DKK (umgerechnet 2.34€ / 2.15CHF)

Der Lieblings-Snack der Dänen ist die Kanelsnegle, die Zimtschnecke. Die links im Bild haben wir heute morgen am Campingplatz zusammen mit einigen Brötchen gekauft. Sie schmecken einfach köstlich, auch wenn man teilweise bereits vom dran Riechen an Diabetes Typ 2 erkranken könnte...

Lesen kann man Dänisch ziemlich gut, vieles lässt sich irgendwie aus dem Deutschen oder Englischen herleiten, bis die Dänen anfangen zu sprechen... dann klingt es wie Schwedisch kombiniert mit Holländisch und dazu nehme man dann bitte noch eine heisse Kartoffel in den Mund, schrecklich!

Noch nie in unserem Leben waren wir an einem Ort wo man innerhalb von 200km mindestens 20 mal die Sonnenbrille an- und wieder auszog, meist im Wechsel mit dem automatischen Scheibenwischer, weil es geschüttet hat wie aus Eimern. Das einzige einigermassen Konstante hier: Der Westwind.

29.03.2026 | 14:45 Uhr

Zurück in der Lüneburger Heide

Nach einer doch eher unruhigen Nacht - entgegen der Bewertungen auf Park4Night und somit unserer Erwartungen - war der gestrige Stellplatz zwar ganz nett und hübsch, allerdings nicht wirklich das was wir mögen.

Direkt an einer Landstrasse mit zwar wenig, dafür aber meist lauten Verkehr, kaum Privatsphäre, da die Kiesplätze nicht wirklich abgetrennt waren und bis am Abend noch vier andere Fahrzeuge ankamen.

Zugegeben wir sind auch nicht ganz einfach, am liebsten hätten wir wohl einen Stellplatz mitten im Wald, aber schon mit etwas Sonne, einigermassen windgeschützt, die Toilette direkt nebenan und keine anderen Menschen um einfach die Ruhe zu geniessen.

In der Regel hat man halt entweder Natur und lebt somit mehr oder weniger autark oder man geniesst eben Annehmlichkeiten wie sanitäre Einrichtungen. Da einen guten Mix zu finden ist zwar nicht unmöglich aber längst nicht selbstverständlich.

Heute könnte uns aber genau das gelungen sein und das alles nur, dank einer kleinen Fehlplanung meinerseits...

 

Wir sind also heute nach Deutschland zurückgekehrt. Die von Google Maps berechnete Fahrzeit betrug knappe drei Stunden, daraus wurden heute fast fünf...

Die Deutschen und Ihre Strassensperren, eine Autobahnbaustelle und eine offenbar neue Geschwindigkeitsregleung für LKWs haben uns ein wenig aufgehalten.

Aber nochmal von vorne. Da wir bei der Hinfahrt in Hamburg (D) auf der Gegenfahrbahn der A7 einen riesen Stau gesehen haben, wollten wir heute eine andere Route wählen, mehr über Land, weniger Autobahn, weniger Stadtbetrieb. Nachdem wir die Rader Hochbrücke  bei Rendsburg (D) überquert hatten fuhren wir weiter in Richtung Neumünster (D).

Das ging auch solange gut, bis wir plötzlich im Stau standen. 

Zwei Kilometer und eine halbe Stunde später wurde uns auch klar, wieso: Die Autobahn wurde direkt bei einer Ab-/ Auffahrt von drei auf eine Spur reduziert, da hier wohl mal gebaut werden soll... vielleicht... später... irgendwann... 

Immerhin, war der LKW direkt vor uns etwas spannender anzusehen, als die meisten anderen seiner Gattung. Die Aufschrift "Erstmal Luft holen! Und Ruhe Bewahren!" hätte für heute kaum passender gewählt werden können. Das ein oder andere Mal hätte ich mir heute ein Gläschen dieser verflüssigten Zahnpasta zur Beruhigung gewünscht.

Wir nutzten jedenfalls direkt die Abfahrt bei der sich in der Entstehungsphase befindenden Baustelle und suchten uns erstmal eine Tankstelle abseits der Autobahn, da die Dieselpreise dort echt gottlos geworden sind (über 2.70€ / Liter). Da fahren wir doch lieber 5km Umweg und tanken dann für 2.27€, das macht bei 80 Liter immerhin fast 35 Euro aus.

Weiter ging es dann grösstenteils über Land. Ach, eine Frage an unsere Deutschen Freunde: Gibt es hierzulande seit Neuestem ein Gesetz, welches es sämtlichen(!) LKW's an Montagen verbietet schneller als 45 bis maximal 65km/h zu fahren, auch wenn auf der wirklich sehr breiten und übersichtlichen Landstrasse 100km/h erlaubt wären oder was haben wir verpasst?!
 

Naja, als wir dann von unseren Navis durch Neumünster (D) gelotst wurden und es hier zu einer ersten Strassensperre kam, wurden wir durch diverse Pflastersteinbesetzte Nebengässchen geleitet und kamen irgendwann dann auch wieder auf unsere ursprüngliche Route. 

Wir kamen an Lauenburg (D) an der Elbe  vorbei und konnten dort den Elbkanal, die Schleuse und die Schiffe im Hafen von der Strasse aus betrachten. Beim überqueren des Kanals befuhren wir auch endlich wieder Niedersächsischen Boden und liessen Schleswig-Holstein hinter uns.

Nun sind wir - nach einer weiteren Strassensperre und deren sehr willkürlicher Umleitung - in der Lüneburger Heide angekommen und haben nach einer nervenfressenden Fahrt genau das gefunden, was wir suchen und heute auch gut gebrauchen können!

In einem kleinen, wunderschönen ruhigen Dörfchen - die meisten Häuser wiederum aus rotem Backstein gebaut und mit Ziegeln oder Stroh gedeckt - haben wir einen kleinen Campingplatz erreicht. Wir haben eine superschöne Parzelle, umgeben von Hecken und die Toilette ist keine 20m entfernt.

Die überaus freundliche und fröhliche Besitzerin hat uns gleich mal als Versuchskaninchen für ihr brandneues automatisches Check-In System benutzt und war sehr entzückt, als alles funktionierte.

Eigentlich wollten wir hier gar nicht Halt machen, da ich mich aber bei der Reiseroute und beim Fixtermin am Donnerstag bei Freunden in Hessen etwas vertan habe, brauchten wir noch einen weiteren Zwischenstopp, den wir dann gestern spontan über Park4Night  gefunden haben. Manchmal braucht es eben doch etwas Glück und Spontanität!

Jetzt haben wir sogar die Zeit hier zwei Nächte zu bleiben, um uns von unserer Odysee zu erholen. Morgen wollen wir uns hier im Dorf noch etwas umsehen und und das nahgelegene Wildgehege anschauen. Am Mittwoch geht es dann weiter in die Region Braunschweig (D), ebenfalls in Niedersachsen.

30.03.2026 | 17:30 Uhr

Nachtrag zu meiner gestrigen Frage über die erlaubte Reisegeschwindigkeit von LKWs auf Deutschen Landstrassen:

Ich habe heute vor dem Frühstück etwas recherchiert:
Offenbar ist es in Deutschland tatsächlich gesetzlich so geregelt, dass LKWs ab 7.5t andere Geschwindigkeitsregelungen haben, als so ziemlich überall sonst in Europa.

Es gilt nämlich auf Landstrassen eine Maximalgeschwindigkeit von 60km/h, auch wenn alle anderen Verkehrsteilnehmer 100km/h fahren dürfen.

Auf Autobahnen gilt generell für LKWs: 80km/h Spitze. Dass das definitiv nicht der umgesetzten Realität entspricht, da diese Fahrzeuge europaweit erst bei 90km/h abgeriegelt sind, kann man sich wohl denken.

Das Gesetz kommt wohl noch aus einer Zeit, wo LKWs eher zu schwache Bremsen im Vergleich zu ihrer Masse hatten.

Mir ist jedoch vorher noch nie aufgefallen, dass sich noch irgendjemand an diese veraltete und nicht mehr dem Stand der Technik angemessene Regel hält.

Vielleicht liegt es auch daran, dass hier im Norden Deutschlands die Leute generell viel gemütlicher unterwegs sind. Auch wenn hier viele Autobahnen keine Geschwindigkeitsbegrenzungen vorschreiben, haben wir keinen einzigen Wagen gesehen, der mehr als 120 oder vielleicht mal 140km/h erreicht.

Im Süden Deutschlands ist das alles gaaaaanz anders...
In der Heimat von Audi (Ursprünglich Sachsen, heute Bayern) und BMW (Bayern) oder Mercedes und Porsche (beide Baden-Württemberg) wird sehr gerne auch mal ein bisschen mehr aufs Gas getreten.

31.03.2026 | 10:25 Uhr

Backsteine und Osterfeuer, aber bitte keine Windenergie...

In der Lüneburger Heide gibt es einen Typ Häuser, die die Landschaft prägen: Rote Backsteingebäude, ein hübsches aber super aufwändiges Bauhandwerk.

Hier im kleinen Dorf, etwas südlich von Lüneburg (D), sehen viele Gebäude aus, als wären sie hunderte Jahre alt, allerdings wird auch heute noch fast ausschliesslich genau so gebaut.

Manche der Wohnhäuser wurden erst vor kurzer Zeit errichtet, damit sie ins Ortsbild passen gibt es aber gerade in der Lüneburger Heide  sehr strenge Vorschriften, was die Aussenfassade angeht. Rote Backsteine - sogenannte Handstrichziegel - sind in vielen Gebieten Pflicht, um das Ortsbild zu wahren. 

Andere Bauten hingegen sind in einem echt maroden Zustand. Das eine Grundstück, welches wir auf einem Spaziergang entdeckt haben sah aus, als hätte vor 30 Jahren irgendetwas sämtliche Bewohner des Hofs dahingerafft oder vertrieben. 


Die alten Traktoren stehen irgendwo wie zufällig platziert auf dem Vorplatz und rosten vor sich hin, die Gebäude zerfallen langsam und die Natur holt sich alles nach und nach zurück. Komplett überwuchert würde diese Parzelle die perfekte Kulisse in einem postapokalyptischen Thriller bieten.

Das gesamte Grundstück ist doppelt und dreifach eingezäunt und alle paar Meter steht ein Schild mit der Aufschrift "Zutritt strengstens verboten"... als ob irgendetwas Gefährliches darin sein Unwesen treiben würde... 
...naja vielleicht geht auch einfach gerade meine Fantasie mit mir durch, aber es wirkt schon ein wenig gruselig. 

Was hier in der Gegend hingegend richtig hübsch aussieht sind die bemalten Stromverteiler-Kästen. Die sind hier grösstenteils angemalt und zieren so das Ortsbild, manchmal sind das regelrechte Kunstwerke.

Offenbar ist Ostern hier in der Gegend auch eine ziemlich grosse Sache, fast in jedem Garten steht ein bunt geschmückter kleiner Baum, kleine Häschen wurden in die Rasenplätze gelegt und mit weiteren farbigen Eiern dekoriert. Ausserdem hat die freiwillige Feuerwehr schon ordentlich was an Brennholz aufgetürmt. 

Ähnlich wie an unserem Nationalfeiertag, dem 1. August, wird hier nämlich in jedem Dorf ein Osterfeuer entfacht. Die ursprüngliche Bedeutung der beiden Feuer liegt aber relativ weit auseinander und abgesehen von viel Holz, Hitze und Rauch haben sie nur wenig gemein.

Das Osterfeuer ist ein traditionelles Brauchtum, welches christliche und germanische Wurzeln verbindet. Es soll den Sieg des Lichts über die Dunkelheit symbolisieren, also das Erwachen des Frühlings nach dem Winter. 

Im christlichen Glauben stellt es die Auferstehung von Jesus Christus dar, welche bekannterweise am Ostersonntag, am dritten Tag nach der Kreuzigung am Karfreitag stattgefunden haben soll.


Die Schweizer 1. August Feuer haben eine ganz andere Symbolik. Sie verbinden die Erinnerung an die Gründung der Eidgenossenschaft im Jahr 1291 mit einer alten Tradition: Früher entzündete man auf den Hochwachten in den Bergen ein Feuer, wenn sich Feinde näherten. Ab dem 15. Jahrhundert war dies ein weit sichtbares militärisches Alarmsignal, welches von Hochwacht zu Hochwacht weiter gegeben wurde. 

Alle Herr der Ringe Filmfans, werden jetzt sicherlich an eine ganz bestimmte Stelle denken, als Pippin in Minas Tirith die Leuchtfeuer von Gondor entfachte, um die Rohirin von Rohan zur Hilfe zu rufen.

Eine Sache mag man hier im Übrigen offenbar so gar nicht: Windenergie. Gefühlt an jedem zweiten Haus und an vielen Kreuzungen oder Zäunen hängen Plakate, welche gegen den Bau neuer Windkraftwerke protestiert. Was man davon jetzt genau halten soll, darf sich jeder selbst denken...

Für uns geht es jetzt nach dem Dorfrundgang und dem Abstecher zum Hirschgehege erstmal zurück in den Van in die Ruheposition. Morgen geht die Fahrt dann weiter gen Süden.

31.03.2026 | 15:25 Uhr

Es drehte sich das Mühlerad...

Nach zwei Tagen in der Lüneburger Heide ging es heute mit etwas Wehmut weiter südwärts. Wir wollten beim vorbeifahren eigentlich noch die alte Wassermühle in Thomasburg (D) bildlich einfangen, doch leider wurde genau davor mal wieder gebaut und richtig fotografieren konnte man sie nicht.

Unser heutiger Stellplatz befindet sich dafür an einer anderen uralten Wassermühle in der Region Braunschweig (D). So kommen wir doch noch auf unsere Kosten, was Mühlen angeht und stehen heute direkt an der Innerste. Das klingt jetzt etwas komisch, die Innerste  ist aber nichts anderes als ein kleiner Nebenfluss der Leine... ich kann auch nichts für die Namen der Gewässer hier.

Braunschweig (D) übrigens, hat knapp. 260'000 Einwohner und ist somit hinter Hannover (D) die zweitgrösste Stadt Niedersachsens. Sie liegt auf einer mittleren Höhe von 70m.Ü.M, die höchste Erhebung bildet der Geitelder Berg mit einer Höhe von 111m.Ü.M... ich finde das echt toll, wie hier alles was höher ist, als ein durchschnittlicher Ameisenhaufen, als Berg betitelt wird, aaaber darum soll es jetzt nicht gehen...

In der Region um Braunschweig (D), Celle (D) und Hannover (D) gilt das  gesprochene Hochdeutsch im Übrigen als landesweit am reinsten. Offenbar verfügte das Plattdeutsche in diesem Teil Niedersachsens  über den besten Vorrat an Lauten und Silben, um das vereinheitlichte Schriftdeutsch wiederzugeben. 




Hier angekommen nähern wir uns seit fast zwei Wochen mal wieder etwas, welches den Alpen ein wenig ähnlich sieht: Dem Harzgebirge.

Der höchste Gipfel - wenn man es denn so nennen möchte - trägt den wundervoll klingenden Namen Brocken und erreicht stolze 1141.2m.ü.M. Für die Berner  unter uns: Das liegt ungefähr auf Höhe des Gurnigel Bad oder 500 Höhenmeter unterhalb der Passhöhe des Gurnigel, wo dann unsere Berge so starten. 😉

Nichtsdestotrotz, Niedersachsen  ist ein echt hübsches Bundesland. Auf Dauer wäre es uns vielleicht etwas zu flach, aber ansonsten lässt es sich hier echt gut leben!

Der Frühling spriesst überall, es wird von Tag zu Tag grüner und wir bewundern abermals ein eindrückliches Gebäude.

Wir sitzen gerade das erste Mal auf der gesamten Reise ohne Jacke draussen in der Sonne, essen ein Eis oder trinken ein Bierchen und geniessen die Wärme.

Die Mühle hinter uns existiert bereits seit fast 1000 Jahren. Natürlich ist es nicht mehr der erste Bau und leider wurde das Wasserrad 1890 durch eine Turbine ausgetauscht und 1942 für immer stillgelegt.

Trotzdem ist es ein echt majestätischer Bau und wir stehen direkt davor und freuen uns auf die die Steinofenpizza, die hier ebenfalls angeboten wird.

Der einzige Moment, bei dem wir etwas skeptisch waren, war die Einfahrt über die Holzbrücke über den Kanal. Die soll gemäss Warnschild 7.5t aushalten, herausfordern möchte ich es aber nicht zwingend...

01.04.2026 | 16:30 Uhr

Über die Kasseler Berge nach Hessen

Nach einigen schönen Tagen in Niedersachsen sind wir heute in Hessen gelandet.

Nach einer angenehmen Fahrt sind wir in der Gegend von Giessen (D) angekommen und geniessen die Gesellschaft von guten Freunden mit ihren zwei flauschigen Katzen.

Lustigerweise hatte eines unserer Navis heute mal wieder etwas Probleme, da wir zwischen der A7 und der A5 noch die A49 befuhren.

Typisch für Deutsche Grossbauprojekte - ich denke da besonders an den Berliner Flughafen oder den Stuttgarter Bahnhof - begann die Planung dieser Autobahn nämlich im Jahr 1971 - unglaublich, aber wahr. Seit über 50 Jahren wurde in Mittel- und Osthessen über den Ausbau der A49 diskutiert. Laut Medienberichten stammen erste Ideen für eine Trasse von Kassel (D) in Richtung Giessen (D) sogar aus dem Jahr 1926. 

Erst letzten Frühling wurde sie fertiggestellt, aber unser Navi hatte das wohl noch nicht ganz mitgeschnitten und wir fuhren auf dem Bildschirm fast 30km durchs Nirgendwo...

Im Gegensatz zu Niedersachsen wird hier ganz anders gebaut, als wir in ein kleines Städtchen eingefahren sind, fühlten wir uns eher an Italien erinnert. Bunt verputzte Häuser stehen dicht an dicht und geparkt wird einfach am Strassenrand.

Wir sind heute auf dem Hausplatz von Freunden untergekommen, babbeln über Gott und die Welt und freuen uns auf die selbstgemachte Pizza, die es später geben gibt.

Die beiden Katzen Malle und Tika sind sehr kuschel- und spielbedürftig, somit wird es hier sicher nicht langweilig und wir geniessen eine tolle Zeit. 
 

Morgen geht es dann weiter südwärts und wir werden die letzte Nacht in Deutschland verbringen.

02.04.2026 | 16:55 Uhr

Nun also sind wir über diese neue Autobahn in Hessen, unserem achten und somit letzten Bundesland - abgesehen von der erneuten Durchfahrt von Baden-Württemberg - angekommen.

Mit einer Fläche von  21.115km² ist Hessen ziemlich genau halb so gross wie die Schweiz und hat knappe 6.3Mio. Einwohner.

Mit ihrem charmanten Dialekt grüssen die Hessen mit einem knappen "Gude". Die Leute hier gelten als direkt, gemütlich und babbeln (reden) gerne.

Sie trinken gerne Ebbelwoi (Apfelwein),  und lieben ihre Grie Soß (Kalte grüne Sosse aus 7 Kräutern) und den Handkäs mit Musik (Sauermilchkäse in Essig-Öl-Marinade mit Zwiebeln und Kümmel).

Frohe(r) Ostern(stau)!

Die heutige Fahrt ging von Hessen nach Baden-Württemberg in die Umgebung Freiburg im Breisgau (D). Inmitten von Weinreben haben wir heute einen wunderschönen Stellplatz gefunden und geniessen unsere letzte Nacht in "freier Wildbahn".

Die heutige Fahrt war geprägt von Ausrufen wie "da vorne ist schon wieder Stau..." oder "hier können wir raus und dann später wieder auf die Autobahn". Gerade die A5 war heute wohl ein wahrer Magnet für Unfälle und besonders in der Region Frankfurt (D) waren die Strassenlinien bei Google-Maps mehr rot als grün.

Gottseidank habe ich mit Stéphi aber eine sich immer mehr zur Vollblut-Navigatorin wandelnden Beifahrerin und wir konnten sämtliche Unfall-Staus ohne grosse Zeitverluste meiden.

Unterdessen lauschten wir den Radio-Verkehrsmeldungen von überall in Baden-Württemberg und insbesondere auch der Schweiz. Bereits ab Höhe Heidelberg (D) wurden nämlich auch die Staus in der Heimat gemeldet, insbesondere natürlich die 20km Stau am Gotthardtunnel in Richtung Süden.

Insgesamt fast fünf Stunden Stau soll es da heute noch bis 15:30 Uhr gegeben haben... lieber die als wir! Es wurden bereits 250km vor der Grenze Alternativrouten wie die über den San Bernardino - mit immerhin nur zwei Stunden Zeitverzug - oder durch den Autoverlad Lötschberg  in Richtung Tessin empfohlen.

Für mich war es zwar schon immer ein Rätsel, wieso man sich so etwas antut - viele Menschen für nur ein paar Tage - aber soll uns im Endeffekt egal sein, wir hatten eine angenehme Reise.

Durch den wunderschönen Schwarzwald erreichten wir nach dem Passieren vom weltberühmten Europapark die Stadt Freiburg (B).

Hier in der Nähe haben wir auf einem Weingut den letzten freien Stellplatz ergattern können und sehen von unserem Van aus das erste Mal seit zwei Wochen wieder so etwas wie Berge und sogar etwas Schnee.

Es "heimatet" doch schon sehr in unseren Herzen und wir freuen uns nach dieser aufregenden Reise auch wieder auf die gewohnte Umgebung zu Hause.

Wir sind dankbar für die Reise, vor allem natürlich für die Nutzung des Vans von Stéphis Eltern, welche uns somit echt kostengünstige und doch sehr aufregende Reisen ermöglichen. Danke auch für die Gastfreundschaft gestern bei unseren Freunden in Hessen!.

Dass solche Urlaube nicht jedermanns Sache sind, ist wohl selbstredend, für uns allerdings ist es einfach wunderbar. Man entdeckt Tag für Tag neue Ecken der Welt, kann im weitesten Sinne überall wo man lustig ist anhalten, sich was ansehen und weiterreisen.

Man hat das gesamte vorübergehende zu Hause dabei und gerade mit dem Hymer Ayers Rock eine wirklich schlanke Variante eines Campers, die sich fast fährt wie ein normaler PKW und doch kaum Wünsche offen lässt, da gefühlt jeder Millimeter an Platz und Stauraum optimal ausgenutzt wird.

Wenn ich mir so die Besucher-Statistiken ansehe, scheint es doch den ein oder anderen da draussen zu interessieren, wo unsere Reisen uns hinführen und das freut mich wirklich sehr!

Übrigens: Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt oder uns einfach nur eine Grussbotschaft dalassen wollt: Seit einigen Tagen gibt es auf der Home  Seite die Möglichkeit uns zu kontaktieren.

In diesem Sinne: Danke fürs mitlesen, fürs verfolgen unserer Reise, frohe Ostern und eine gute Zeit! Bis zum nächsten mal!

Murmels out!

03.04.2026 | 16:40 Uhr